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Unsere Ziele

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Wir wollen mit sozial - ehrenamtlichem Engagement zu einer lebendigen Dorfgemeinschaft beitragen die ihre Augen nicht verschließt vor notwendigen und somit Not wendenden Aufgaben in unserer Gemeinde.

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Unsere ehrenamtlichen

Hilfen und Angebote

Sozialfonds
Besuchsdienste
Fahrdienste
Nachbarschaftshilfe
Tagespflege
Mittwoch
Flüchtling
Sozialpunkt1

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Info aktuell:

Fahrdienste

Bei unserem ersten Fahrer- und Begleiter-Treffen kam einmal mehr zum Ausdruck, wie groß das En-gagement unserer Teams ist, die wöchentlich die Touren für Menschen unserer Gemeinde fahren oder begleiten:

  • Montag: Fahrt zur „Tagespflege“ in den Pflegeheimen in Mengen
  • Mittwochmorgen: „Kirchfahrt“
  • Mittwochnachmittag: Fahrt zur „Mittwochsbetreuungsgruppe“
  • Donnerstag: Fahrt zum Kurs „Standfest im Alter“
  • Freitag: „Einkaufs- u. Erledigungsfahrt“

Insgesamt 23 Fahrer u. Begleiter versehen diese wöchentlichen Fahrdienste mit unserem Göge Mobil freiwillig, eine Leistung die beeindruckt und für die sich die Fahrgäste immer wieder herzlich bedan-ken. Ein Dienst, der nicht mehr wegzudenken ist, ist er doch bereits vielen Menschen in der Göge eine wichtige Hilfe.

Hilfen für Flüchtlinge

Wie aus dem letzten Bericht entnommen werden kann, haben die bei uns aufgenommenen Flüchtlin-ge feste Arbeitsplätze in Hohentengen oder in Bad Saulgau. Sie zahlen wie jeder deutsche Arbeiter Lohnsteuer, Krankenkassenbeiträge, Arbeitslosenversicherung und Rentenbeiträge. Aus diesem Grund könnten sie auch Anträge auf Lohnsteuerausgleich stellen. Hier wäre es gut, wenn sich aus der Gemeinde jemand melden würde, der/die den Flüchtlingen beim Ausfüllen der Anträge helfen könnte. Es sind sicher keine komplizierten Anträge, aber ohne Hilfe geht es einfach noch nicht.

Wer hätte Lust und Zeit zu helfen?

Die Eheleute Schreiber, Telefon 6410, würden sich über einen Anruf freuen.

Und noch ein Wunsch um Hilfe: Ein erst zu uns gekommener, jugendlicher Flüchtling der den Haupt-schulabschluss gemacht hat, würde nun anschließend gerne eine Lehre machen und bekommt auch eine Lehrstelle in einem Gögemer Betrieb. Für ihn suchen wir jemanden, der ihm in Mathe und Physik von Anfang an begleitende Nachhilfe geben könnte.

Wie wär`s, auch hier bitten die Eheleuten Schreiber um einen Anruf. Tel.: 6410

„Von Menschen unserer Dorfgemeinschaft für Menschen unserer Dorfgemeinschaft.“

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Büroanschrift:
Sozialpunkt Göge
Haupstr. 8
88367 Hohentengen
Tel.:   07572 - 4958810
E-Mail:   christliche-sozialstiftung@t-online.de
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 10:00 – 11:00 Uhr

lebenswerk

http://www.lebenswerk-zukunft.de/

Drei Jahre Flüchtlinge in unserer Dorfgemeinschaft

Der lange Weg der Integration: Ankommen, Eingewöhnen, Deutsch lernen, Ausbildungs- oder Ar-beitsplatz, Leben in der Gemeinde, Leben in Deutschland und was dann?

An einem sehr interessanten Abend sprachen wir mit den in unserer Gemeinde wohnenden Flüchtlin-gen rückblickend über gemachte Erfahrungen und über Zukunftsperspektiven.

Erste und wichtige Aussagen auch für uns waren, dass sie sich in unserer Dorfgemeinschaft gut auf-genommen fühlen. Insbesondere die Hilfen beim Start, als sie logischerweise sprachlich noch riesige Probleme hatten, als alles für sie neu war, sie viele Fragen hatten und viel gefragt wurden, waren für sie wichtig. Sich verständigen, viel Neues lernen, vom Einkaufen bis zum Schulbesuch, vom Radfah-ren bis zur Mülltrennung, von der Waschmaschine bis zum Kochen. Viele Kleinigkeiten, Erfolge und Missgeschicke und in dem Zusammenhang auch manche Anekdote wurden rückblickend geschildert. Und, es war Dankbarkeit zu spüren, für das Helfen und dafür, hier leben zu dürfen, ja auch respektvol-le, positive Achtung gegenüber unserem Land, das sie mit dem unfreien System ihres Heimatlandes verglichen. In Einem waren sich alle einig, das Schwierigste und Wichtigste war und ist das Erlernen der deutschen Sprache als Schlüssel für ein Bestehen in unserer Gesellschaft, als Zugang zu einem Arbeitsplatz.

An dieser Stelle danken wir deshalb nochmals allen freiwilligen Helfern, die das Lernen der Flüchtlinge als Starthilfe begleiteten und allen, die Kontakte zu ihnen aufrechterhalten haben, die ihnen zum Teil jetzt noch in der Berufsschulausbildung helfen. Dieser Dank gilt auch den Arbeitgebern, den Hohen-tenger Firmen Arnold, Bekuma, Nusser und Becker sowie der Firma ALU-Line in Bad Saulgau. Ganz besonders danken wir den Lehrbetrieben K.-J. Stehle und dem Pflegeheim St. Maria in Hohentengen, sowie der Firma Knoll in Bad Saulgau. Die altbekannte Erfahrung, dass man die Menschen am besten kennenlernt, wenn man mit ihnen arbeitet, haben auch die Flüchtlinge gemacht. Ihre uneingeschränk-te und einstimmige Aussage war, dass sie in der jeweiligen Kollegenschaft gut aufgenommen wurden und sich an ihren Arbeitsplätzen akzeptiert fühlen. Der Dank gilt auch den Bürgern der Göge, für die Akzeptanz der Arbeit des Helferkreises, sowie für die gute Aufnahme der Menschen aus Afrika in un-serem Dorf. Auch hier gilt unsere Zielvorgabe: „Von Menschen unserer Dorfgemeinschaft, für Men-schen unserer Dorfgemeinschaft“.

Was trotz des positiven Rückblicks der Flüchtlinge, trotz des allseitigen guten Willens in den Gesprä-chen nicht beiseitegeschoben werden konnte, war die Ungewissheit über ihre „integrative Zukunft“, über mittel- und längerfristige Lebensperspektiven in unserem Land. Auf Fragen, wie zum Beispiel nach einer tatsächlichen, nicht nur vage in Aussicht gestellten Möglichkeit von Familiennachzügen oder über den rechtlich-tatsächlichen Stand eines unbefristeten Daueraufenthaltes, konnten wir keine Antwort geben. Die jahrelange, ungeregelte Hängepartie in generellen Flüchtlingsfragen, das bürokra-tische Hindernislaufen, die immer wieder nachgeschobenen und geänderten Anforderungen, lassen eindeutig erkennen, dass es sich bei der vielbeschworenen Integration von Flüchtlingen immer noch, politisch bedingt, um ein mehr oder weniger verwaltungsorganisatorisches Durcheinander handelt, das eines glaubwürdigen, transparenten Regelungssystems bedürfte.

Wenn man sich zurück erinnert an die damalige, politisch und medial propagierte „Willkommenskul-tur“, mit der auch viele Hoffnungen geweckt wurden, wird man schon nachdenklich, wie das wohl alles gemeint war. Während die aufnehmende Bürgerschaft in den Kommunen und die oftmals überforder-ten Behörden/Institutionen sich der Flüchtlinge nun bereits drei Jahre annahmen, gaben die Politiker, die sich zuvor in der oberflächlichen Euphorie des Willkommens sonnten, bis auf wenige Ausnahmen keine Antworten auf die vielfältigen Fragen aus der Bevölkerung aber auch der Flüchtlinge. Die jetzige Suche nach einem Ausweg aus der nach wie vor höchst unübersichtlichen Situation, unter den Schlagworten „Humanität und Härte“, zeigen deutlich eine fehlende Orientierung an. Hoffen wir, dass die geplante Härte gerecht gehandhabt werden kann, sodass noch viele, aus 2015 herrührende Miss-stände, wirklich abgebaut werden können. Hoffen wir aber auch, dass darüber hinaus das zweite „H“, nämlich die Humanität, nicht zu kurz kommt. Es geht nämlich nicht nur darum, so berechtigt es ist, in der Flüchtlingsfrage menschlich vertretbare, ordnungspolitische Regelungen ein- und umzusetzen, sondern auch darum, eine menschlich-ethische, politische Verantwortung zu übernehmen für die Hoffnungen, die den damals in Deutschland angekommenen Flüchtlingen, auch von den seither förm-lich abgetauchten Mandatsträgern in Bund und Land, gemacht wurden.

Eine stattliche Zahl an Flüchtlingen arbeitet zwischenzeitlich zur Zufriedenheit ihrer Arbeitgeber in Betrieben oder befindet sich in Lehrverhältnissen, haben bewiesen, dass sie sich in unsere Gesell-schaft einbringen wollen. Ihnen sollten auch reale Chancen der Integration gegeben werden, sei es einwandfrei begründet über das Asylrecht oder, ohne dieses auszuhöhlen, ersatzweise und stichtags-befristet über ein praktikables, noch zu schaffendes Einwanderungsgesetz, das sich schon lange in Vorbereitung befindet, aber nicht vorankommt. Voraussetzung wäre ein klares Anforderungsprofil an die Menschen zu stellen die zu uns kamen. Vorgaben auf der Grundlage unserer Grundordnung zu schaffen, über die zeitlich mehrstufig das Ziel einer Perspektive, einer wirklichen Integration für die Menschen guten Willens unter den Flüchtlingen erreichbar werden müsste.

Der Helferkreise Flüchtlinge hat in den zurückliegenden drei Jahren unter hohem persönlichen Enga-gement entsprechende Hilfeleistungen gegeben, wie am Ergebnis, nämlich an den Arbeits- und Lehr-stellen unschwer erkennbar ist. Nun wird es auch für unsere Flüchtlinge die nächsten Jahre darauf ankommen, ob der Staat willens und bereit ist, für eine wirkliche Integration klare Vorgaben zu ma-chen. Vorgaben, die entweder dem im Grundgesetz verankerten Asylrecht oder einem noch zu schaf-fenden Einwanderungsgesetz, das sowohl den ordnungspolitischen Grundsätzen als auch den volks-wirtschaftlichen Bedürfnissen und Gegebenheiten entsprechen, nicht zuletzt aber auch Lösungen unter Berücksichtigung menschlich-ethischer Verpflichtungen in einer weltweit schwierigen Zeit und Situation zulässt. Die Mandatsträger in Bund und Ländern sind am Zug, ihrer politischen Verantwor-tung endlich gerecht zu werden. Aussitzen funktioniert nicht und ist weder für die Bürgerschaft gut, noch gegenüber den Flüchtlingen, die den noch festzulegenden Vorgaben nachkommen würden, fair.

Franz Ott