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Unsere Ziele

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Wir wollen mit sozial - ehrenamtlichem Engagement zu einer lebendigen Dorfgemeinschaft beitragen die ihre Augen nicht verschließt vor notwendigen und somit Not wendenden Aufgaben in unserer Gemeinde.

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Unsere ehrenamtlichen

Hilfen und Angebote

Sozialfonds
Besuchsdienste
Fahrdienste
Nachbarschaftshilfe
Tagespflege
Mittwoch
Flüchtling
Sozialpunkt1

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Woche_29

Bisher haben wir berichtet über: 

-unseren Sozialfonds

-unsere Fahrdienste

-unsere Mittwochsbetreuung

-unseren Besuchsdienst Pflegheim St. Maria

Die Erklärungen zu den obigen Sachverhalten waren relativ einfach, weil klare und einsehbare Situationen zu beschreiben waren. Ganz anders ist es zum Thema "Helferkreis Flüchtlinge". Hier wurden wir oft gefragt „warum tut ihr das“, wurden zustimmende Meinungen und Gegenmeinungen vertreten. Es ist unmöglich alle Zusammenhänge zu erfassen, die in den Herkunftsländern von Flüchtlingen zu deren Kommen geführt haben und genauso schwierig ist es, all die vielfältigen positiven aber auch negativen Auswirkungen der landesweiten Flüchtlingssituation zu beurteilen. Wir heißen weder Situationen wie sie in Sigmaringen, Ellwangen oder verschiedenen Großstädten herrschen gut, noch können wir die Augen verschließen vor den weltweiten menschenrechtlichen aber auch wirtschaftlichen Problemen. Sicher ist aber auch, dass wir uns nicht abschotten, nicht einigeln können und es auch nicht dürfen. Es kann nur gemeinsam gelingen, wenn tragfähige Kompromisse im Rahmen der Möglichkeiten von Staat und Gesellschaft angestrebt und gefunden werden, die letztlich dazu führen müssen, ein gutes Zusammenleben zu praktizieren. Hierzu einen kleinen Beitrag zu leisten war unser Ziel.

Nachdem nun seit der Ankunft der Menschen aus Eritrea in unserer Gemeinde zwei Jahre vergangen sind, wollen wir einmal zurückblicken was aus ihnen geworden ist, wie sie sich in unsere Gemeinde eingefügt haben, wer ihnen wie dabei geholfen hat, schlicht einfach hinterfragen, was es mit der politisch so groß angepriesenen „Integration“ in der täglichen „Lebenspraxis“ auf sich hat.

Zunächst ein Blick zurück:

Nachdem damals ja Verwaltungen wie Bürger, quasi über Nacht, von der Politik völlig unvorbereitet, mit den riesigen Flüchtlingsströmen fertig werden mussten und weil zunächst nur eine sehr oberflächliche Willkommenskultur propagiert wurde, die dann, nach den Ereignissen in Köln, geradezu ins Gegenteil umgeschlagen hatte, waren es eine große Zahl an real handelnden Freiwilligen, die versuchten, den zu uns kommenden Menschen und damit auch den Verwaltungen und dem Staat zu helfen. Während die Politiker, aus welchen Gründen auch immer, noch versuchten möglichst alles klein zu reden, war jedem Normalbürger damals bereits klar, dass es eines riesigen personellen und finanziellen Aufwands bedarf, dass es zwangsläufig Probleme gibt, dass Integration viel mehr bedeutet als nur kurzfristige Unterbringung der geflohenen Menschen, dass wirkliche Integration Jahre, um nicht zu sagen Jahrzehnte dauern wird. Seither bemühen sich bundesweit tausende freiwillige Helfer zusammen mit den zuständigen Verwaltungen, diese große Aufgabe zu bewältigen. Seltsam ist, dass man von den Parteien und Parteipolitikern bis herunter auf Ortsebenen, außer den Anfangsstatements mit schönen Pressebildchen und den später folgenden, sicher notwendigen Sicherheitsdebatten, inhaltlich so gut wie nichts mehr zum Thema Flüchtlinge gehört hat. Anstatt sich mit den Bürgern ehrlich auseinander zu setzen, über Gründe der Aufnahmen und Grenzen der Möglichkeiten zu diskutieren, sowohl mit den Bürgern als auch mit den Flüchtlingen tiefschürfend über zukünftige Lösungen zu reden, scheinen die Politiker in der Mehrzahl wie vom Erdboden verschwunden zu sein, jeder weicht dem Thema aus.

Was war bei uns:

Wir wollten nicht ausweichen sondern uns um die Menschen, die zu uns kamen kümmern, weil auch sie zwangsläufig Teil unserer Dorfgemeinschaft geworden sind. Uns geht es, neben der Hilfe zur Selbsthilfe auch darum, Verständnis für die Menschen, die zu uns kamen zu erhalten, zu erreichen, dass bei diesem tatsächlich schwierigen Thema, von dem Menschen auf beiden Seiten unmittelbar betroffen sind, differenziert wird und keine Pauschalurteile vorgenommen werden. Zunächst geht unser Dank deshalb an die Bürgerschaft, die uns unterstützte und die sehr wohl erkannte, dass unsere Eritreer guten Willens sind. sich in unser Dorf zu integrieren. Besonderer Dank gilt dem Helferkreis und den Eheleuten Schreiber, deren Haus als persönliche und organisatorische Kommunikationsdrehscheibe dient, aber auch den Herren Stützle, Bea und Kaufmann sowie den Bauhofleuten der Gemeinde für die Hilfen im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Um nachvollziehen zu können was in den zwei Jahren geleistet wurde, muss man wissen, dass unsere Eritreer bei der Ankunft in Deutschland nicht nur keine Silbe Deutsch konnten sondern auch keiner sonstigen Fremdsprache mächtig waren und keinen Beruf hatten. Nach vorbereitenden, von Ehrenamtlichen gegebenen Erst-Sprachkursen in Mengen, war es die Hauptaufgabe unserer Betreuer, die Wissensvermittlung der Integrationskurse, insbesondere in Deutsch, zu begleiten und zu vertiefen. Eine sehr mühsame aber dankbare Aufgabe, deren Ergebnisse sich sehen lassen können. Daneben galt es, unseren neuen Mitbürgern das Alltags- und Zusammenleben in unserer Dorfgemeinschaft zu erklären, sie z.B. bei Arztbesuchen, Behördenterminen, vor allem dem Jobcenter, zu begleiten, die Inhalte amtlicher Schreiben zu erklären, mit Schulen und Arbeitgebern zu sprechen, ohne sie aber, das war uns wichtig, zu „bemuttern“. Auch im Freizeitbereich erhalten sie nach wie vor von privater Seite immer noch Angebote zur sinnvollen Freizeitgestaltung und Hilfestellungen aller Art. Es kann aber auch mit Fug und Recht gesagt werden, dass sich die Flüchtlinge selbst außerordentlich bemühten, ihren Teil dazu beizutragen, sich tatsächlich bei uns zu integrieren.

Der größte Schritt für sie war und ist der Erhalt einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle. Deshalb wollen wir uns hier ganz besonders bei nachfolgenden Firmen bedanken:

Stehle, Mechanische Werkstätte GmbH

Gerold Lutz, Präzisionsteile

Arnold, Metallbearbeitung

BEKUMA Kunststofftechnik

Stiftung Liebenau, Leben im Alter

Nusser, Pulverbeschichtungen

Nach Rücksprache mit allen Firmenleitungen erhielten wir positive Aussagen:

„Die Menschen aus Eritrea und Nigeria werden als sehr willig/zuvorkommend und gleichzeitig angenehm zurückhaltend, sowie als sehr wissbegierig geschildert, wobei die Sprache, vor allem im Bereich der Berufsausbildung (Lehrlinge), trotz aller Bemühungen noch erhebliche Probleme bereitet. Dass sie sich der für sie ungewöhnlich straff organisierten Arbeitszeit anpassen müssen. wissen sie, wobei ihnen auch hinsichtlich der Pünktlichkeit absolute Korrektheit bescheinigt wird. Man merke, dass die Leute wollen.“

Alle Firmenchefs betonten, dass sie es nicht bereuen die Flüchtlinge eingestellt zu haben und dass es für sie unverständlich wäre, wenn sie nicht bei ihnen bleiben dürften. Hier muss man allerdings sehen, dass bzgl. des Status und damit des Bleiberechts unterschiedliche Rechtslagen bestehen. Während die Menschen aus Eritrea, aufgrund der politischen Situation in ihrem Heimatland, durch das Asylrecht einen besonderen Schutz genießen, ist die Situation für die aus Nigeria sehr schwierig. Hier wäre das schon lange angekündigte, aber wohl aufgrund parteipolitischer Auseinandersetzungen bis jetzt nicht realisierte Einwanderungsgesetz sehr hilfreich. Für drei der sechs ursprünglich bei uns angekommenen Eritreer ist vor allem das Gelingen des Familiennachzugs der größte Wunsch.

Wie aus den wenigen Beispielen erkennbar, hat auch bei uns ein Handeln oder Nichthandeln der Politik entsprechend direkte Auswirkungen, sowohl für die Flüchtlinge, als auch für deren Arbeitgeber. In vielen Gesprächen, die wir bezüglich der Flüchtlinge auch mit Bürgern unserer Gemeinde geführt haben, wird bemängelt, dass die Politik derzeit keinerlei Orientierung bietet, keine verlässlichen Handlungsweisen erkennen lässt, weil offensichtlich partei- und wahltaktische Überlegungen sozial-menschlichen und rechtlich-sachlichen Grundsatzentscheidungen entgegenstehen. Dies ist umso unverständlicher, als dass es ja nicht um irgendwelche Sachentscheidungen, sondern um Menschen geht, nämlich um die Flüchtlinge einerseits aber auch um die Interessen der Bürger andererseits. Im Sinne beider Interessenlagen sollten Lösungen gesucht, gefunden und dann auch konsequent vertreten werden, die neben dem im Grundgesetz verbrieften Asylrecht auch für andere, die sich zum Teil schon jahrelang bei uns aufhalten, zur Schule gehen oder die einen Arbeitsplatz haben und zur Zufriedenheit ihrer Arbeitgeber ausfüllen, gelten müssen. Es kann also nicht nur darum gehen, wie und wer in Zukunft in unser Land kommen kann, sondern auch darum, wer von den bisher zu uns gekommenen bleiben kann bzw. darf. Unter der Unübersichtlichkeit und den Spätfolgen der damals völlig unvorbereiteten Politikwende, zu deren Folgen leider niemand stehen will, dürfen nicht generell alle leiden. die man damals willkommen geheißen hat. Das wäre unglaubwürdig, unmenschlich und unfair.

Dass dies alles nicht einfach ist, dass schwierige Einzelfallentscheidungen getroffen werden müssen, dass vor allem die Rechtslage sehr unterschiedlich ist und es deshalb immer unterschiedliche Einschätzungen darüber gibt was gerecht oder menschlich vertretbar ist, ist nachvollziehbar. Ebenso der Unmut darüber, dass es bis jetzt nicht einmal gelungen ist, alle anstehenden Fälle aufzugreifen und einer Entscheidung zuzuführen. Auch das sind menschliche Situationen, die im Interesse der Betroffenen ebenso wie im Interesse der Allgemeinheit einmal angegangen werden müssen.

Wir können vor Ort nur dazu beitragen, dass die Menschen, die voraussichtlich bleiben können oder dürfen, bei uns Fuß fassen und sich in unserer Dorfgemeinschaft wirklich integrieren können. Dazu gehört beidseitiges Verständnis ebenso wie der Versuch, möglichst objektiv-tiefschürfend und nicht nur pauschal–emotional zu diskutieren und zu handeln. Dazu gehört auch, dass wir als menschliche Gemeinschaft auch die weltweit schlimme Situation für viele Menschen berücksichtigen müssen und in der Erkenntnis leben und handeln, dass wir Glück hatten hier geboren worden zu sein. Gerade in einer globalisierten Welt die, wie ein bekannter Wissenschaftler es schon vor Jahrzehnten formulierte, zu einem großen „Dorf“ geworden ist, in dem die einen von den anderen abhängen und in dem uns die Verhältnisse klar vor Augen geführt werden, kann man nicht mehr so tun als ginge uns  das nichts an. Ganz deutlich ausgedrückt heißt das, dass wir uns nicht nur aus reinem Mangel Menschen aus anderen Ländern, wie z.B. Ärzten, Pflegepersonal, Ingenieuren und auch Pfarrern oder gar Starfußballern bedienen können und dürfen, sondern dass wir nicht nur aus Gründen der Mitmenschlichkeit, sondern auch der absoluten Notwendigkeit des gemeinsamen Überlebens auf unserem Planeten gefordert sind, diese Probleme auch gemeinsam zu lösen. Hier gangbare und vertretbare Lösungen zu finden bedarf es einer Politik die im Konsens einen Weg finden und ihn auch vertreten muss, sowie einer Allgemeinheit, die bereit sein muss, ihn gemeinsam zusammen mit den zu uns gekommenen und noch kommenden Menschen zu gehen.

Das und nichts Anderes hat unsere Helfergruppe bisher sehr engagiert, aber auch realistisch angegangen. Diesen Helferinnen und Helfern und allen Unternehmern, die sich wirklich viel Mühe um ihre ausländischen Mitarbeiter machten und machen, nochmals herzlichen Dank.

 

Franz Ott

Sozialpunkt Göge

Hauptstraße 8

88367 Hohentengen

Tel.: 07572/4958810

 

Ausstellung war ein Erfolg

Zwischen 250 und 300 Personen besuchten unsere Ausstellung „Menschen aus Eritrea in unserer Gemeinde“. Den Besuchern herzlichen Dank für ihr Kommen, zeigt es doch, dass wir mit unserem Informationsangebot richtig lagen und wohl auch ein Gespür für die Wichtigkeit des Themas hatten.

 

Norbert

Herr Dr. Norbert Schreiber bei der Einführung in die Ausstellung

Der Dank gilt allen, die sich für das Gelingen der Ausstellung eingebracht haben, im Besonderen den Eheleuten Schreiber. Sie haben die Idee, anhand einer solchen Ausstellung zu versuchen, die Bürgerschaft der Göge  möglichst objektiv zu informieren, aufgegriffen und konsequent umgesetzt. Nach der gemeinsamen inhaltlichen Abstimmung und Festlegung haben sie die Ausstellung zu „ihrer Sache“ gemacht und alle Ausstellungsplakate, Fotos und Infomaterialien alleine herausgesucht, hergestellt bzw. fotokopiert und für die Ausstellung aufbereitet. An der Qualität der Ausstellungsobjekte und auch an der Gestaltung des Schaufensters war erkennbar, dass eine wochenlange Vorbereitungszeit durch die Eheleute Schreiber erforderlich war.

Die zahlreichen Diskussionen der Ausstellungsbesucher, aber auch die Diskussionen in der Bürgerschaft, waren ein gewolltes Ergebnis dieser Aktion.

Wenn es uns gelungen ist, das Thema „Flüchtlinge“ trotz allen, zum Teil sicher auch berechtigten gesamtpolitischen und gesellschaftlichen Befürchtungen und trotz oft pauschaler Meinungen, etwas zu versachlichen, wenn es uns gelungen ist, dass nicht immer alle und alles „in einen Topf“ geschmissen wird, hat sich die Ausstellung gelohnt.

Franz Ott

 

Einladung zu einer besonderen Ausstellung

„Menschen aus Eritrea in unserer Gemeinde“

im Haus Strobel, Hohentengen, Hauptstraße 6, gegenüber der Kirche

Öffnungszeiten:

Sonntag 12. März 2017: 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr (Eröffnung um 14.00 Uhr durch Frau Landrätin Bürkle)

Montag bis Freitag 13. -17. März: 17.00 bis 19.00 Uhr

Samstag und Sonntag 18. – 19. März: 15.00 bis 19.00 Uhr

Warum diese Ausstellung:

  • Wir wollen mit der Ausstellung nicht unterhalten sondern Inhalte vermitteln
  • Wir wollen nicht provozieren, aber wir wollen, dass Sie sich mit dem Thema auseinandersetzen
  • Wir sind keine Illusionäre und wissen um diese große Aufgabe und die Probleme für unser Land
  • Wir wollen aber, dass wirklich Asylberechtigte Schutz und eine Chance erhalten
  • Wir werben nicht um Geld, wir werben nur um Ihr Verständnis
  • Seit nunmehr einem Jahr leben und wohnen sieben Menschen aus Eritrea in einer Anschlussunterbringung unserer Gemeinde. Alle haben eine langfristige Aufenthaltserlaubnis und die Aussicht, aufgrund der besonderen politischen Verhältnisse, die in ihrem Heimatland herrschen, in Deutschland Asyl zu erhalten.

Wir vom Arbeitskreis Flüchtlinge versuchen, diesen Menschen bei der Integration in unserem Land und in unserer Gemeinde behilflich zu sein.

In einer kleinen Ausstellung wollen wir über Land und Leben in Eritrea berichten, das politische System dieses kleinen afrikanischen Landes erläutern und die sich daraus ergebenden Fluchtgründe der Menschen aufzeigen.

Mit den Flüchtlingen zusammen wollen wir in der Ausstellung auch darstellen, wie unsere Hilfe zur Selbsthilfe angelegt ist und wie sich die bei uns lebenden Menschen selbst einbringen.

Was wir mit dieser Ausstellung auch erreichen wollen, ist eine möglichst sachliche Differenzierung des so oft emotional und pauschal diskutierten Themas „Flüchtlinge“. Wir wollen um Verständnis werben für die Situation der Menschen aus Eritrea, die in unserem Dorf leben. Es geht uns dabei nicht vorrangig um das Pro und Contra der erforderlichen politischen Auseinandersetzungen zur Flüchtlingspolitik, sondern darum, bei aller berechtigter Diskussion den Blick auf die Situation der betroffenen Menschen nicht zu verlieren, die Realitäten an Beispielen kennen zu lernen.

Wir wollen mit dieser Ausstellung den Bürgern unserer Gemeinde Gelegenheit geben, „sich ein Bild zu machen“ und würden uns über zahlreiche Besucher freuen.

Für die Christliche Sozialstiftung:   Für den Helferkreis Flüchtlinge:

Franz Ott      Beate und Dr. Norbert Schreiber

 

Flüchtlingshilfe

Aus der Arbeit des Helferkreises Flüchtlinge

Nach den vielen negativen Berichten, die in letzter Zeit in den Medien über das Thema „Flüchtlinge“ erschienen sind und nach den unsäglichen parteipolitischen Auseinandersetzungen, um endlich eine vernünftige, tragbare, realistische, umsetzbare, ehrliche, möglichst gerechte und nur  für Menschen in wirklich existentieller Not helfenden Flüchtlingspolitik zu finden, tut es vielleicht gut, auch mal wieder auf ein positives Beispiel hinzuweisen.

Wie bereits berichtet, leben seit geraumer Zeit sechs Menschen aus Eritrea in unserer Gemeinde. Sie haben aufgrund der politischen Verhältnisse, die in ihrem Heimatland herrschen, eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung erhalten und sie werden sich wohl auch entsprechend lange in unserer Gemeinde aufhalten. Um Verständnis für ihre Situation zu erhalten, wäre es sicher wichtig, die realen Lebensumstände dieser Menschen, ihr Herkommen und die Gründe ihrer Flucht  zu schildern, natürlich ohne ihre Persönlichkeitsrechte zu verletzen. Vielleicht ergibt sich einmal eine Möglichkeit über diese näheren Umstände zu berichten. Auf jeden Fall sind sie hier, versuchen sich bei uns einzuleben, haben zwischenzeitlich Bekanntschaft mit unserer Gemeinde und mit den Bürgern gemacht, auch nette Kontakte sind entstanden. Es sind freundliche, ruhige und zurückhaltende Menschen, über die sich noch niemand beschwert hat, im Gegenteil. Drei von ihnen haben Familie mit Kindern, die in Flüchtlingslagern in Äthiopien und im Sudan leben.

Wir versuchen, diesen Menschen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, wollen sie weder bemuttern noch bevormunden, geben aber Tipps für den Umgang im wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben unserer Gemeinde. Mehrere nehmen Vereinsangebote wahr. Alle sechs besuchen regelmäßig von Montag bis Freitag den verpflichtenden Integrationskurs in Sigmaringen, dessen erfolgreicher Abschluss im Frühjahr nächsten Jahres Voraussetzung zum Erhalt einer Lehr- oder Arbeitsstelle sein soll. Neben unserem Angebot wöchentlicher ehrenamtlicher Nachhilfestunden, um den Anforderungen des Integrationskurses gerecht zu werden, haben wir uns als zweiten Schwerpunkt unserer Unterstützungsmaßnahmen den praktisch-beruflichen Einsatz der sechs Eritreer vorgenommen. Wir suchen für sie gezielt nach Arbeitsmöglichkeiten, wobei diese noch bis Ende Frühjahr nächsten Jahres durch den täglichen Besuch des Integrationskurses eingeschränkt sind. Arbeitseinsätze könnten deshalb nur nachmittags und, je nach Schulplan, freitags ganztägig bzw. samstags sein. Mit diesen Arbeitseinsätzen wollen wir sie an die handwerkliche oder industrielle Arbeit heranführen, ihnen praktische Kenntnisse für eine spätere Ausbildungs- oder Arbeitsstelle vermitteln und natürlich auch die Möglichkeit eines Verdienstes eröffnen. Wenn es uns gelingt, sie zum erfolgreichen Abschluss des Integrationskurses zu begleiten und sie parallel dazu auf die Anforderungen in der praktischen Arbeitswelt vorzubereiten, wäre unser nächstes Ziel, ihnen eine Lehr- oder Arbeitsstelle zu vermitteln. Die drei Jüngeren interessieren sich für eine Lehrstelle (Maurer/Mechaniker/Pflegekraft), während die drei Älteren (Familienväter) direkt eine Arbeitsstelle (z.B. Bauhelfer etc.) suchen.

Als kleine Vorstufe solcher praktischer Kenntnisgewinnung, aber auch als äußeres Zeichen des guten Willens, hatten sich fünf der sechs Männer (einer hat eine anderweitige Beschäftigung) freiwillig bereit erklärt, während der unterrichtsfreien Zeit den Außenbereich (Hoffläche) ihrer Unterkunft in der Beizkofer Straße unter fachmännischer Anleitung zu pflastern.

Bauhofleiter Thomas Kaufmann vermittelte ihnen während seines Urlaubs die erforderlichen Grundkenntnisse. Anschließend erstellten sie unter Anleitung von Hugo Bleicher eine Holzkonstruktion als Überdachung für die Fahrräder. Ein Projekt, das ihnen sicher gut getan hat, auf das sie nach Fertigstellung auch stolz waren und das von vielen Bürgern als sinnvolle Maßnahme sehr positiv begrüßt wurde. Nach Ende des Integrationskurses wollen sie im Frühjahr in Eigenleistung ihr Unterkunftsgebäude mit einem neuen Außenanstrich versehen. Sie wollen damit auch zeigen, dass sie bereit sind etwas zu leisten und dadurch auch etwas an unsere Gemeinde, in der sie aufgenommen wurden, zurückgeben.

Bauhofleiter Thomas Kaufmann vermittelte ihnen während seines Urlaubs die erforderlichen Grundkenntnisse. Anschließend erstellten sie unter Anleitung von Hugo Bleicher eine Holzkonstruktion als Überdachung für die Fahrräder. Ein Projekt, das ihnen sicher gut getan hat, auf das sie nach Fertigstellung auch stolz waren und das von vielen Bürgern als sinnvolle Maßnahme sehr positiv begrüßt wurde. Nach Ende des Integrationskurses wollen sie im Frühjahr in Eigenleistung ihr Unterkunftsgebäude mit einem neuen Außenanstrich versehen. Sie wollen damit auch zeigen, dass sie bereit sind etwas zu leisten und dadurch auch etwas an unsere Gemeinde, in der sie aufgenommen wurden, zurückgeben

 

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